23 Απριλίου, 2026

Modern historians about Macedonia –Ekrem Akurgal

 




 

 

VORWORT

Dieses Werk ist der erste Versuch einer Gesamtdarstellung der Kunst Anatoliens vom homerischen Zeitalter bis zur Epoche Alexanders des Großen. Es behandelt die Kunstwerke der Griechen, Phryger, Lykier, Lyder, Karer und Urartäer. Auch die persischen Denkmäler, die in Kleinasien gefunden wurden, werden hier zum größten Teil veröffentlicht.

 




Die aus den älteren und neueren Grabungen herrührenden Kleinfunde und plastischen Kunstwerke der genannten Zeit haben bis heute keine photographische Aufnahme erfahren, die ihrem ungewöhnlich hohen Werte entspricht. Auch die auf dem Boden Kleinasiens erhaltenen großartigen Fels- und Baudenkmäler verschiedener anatolischer Kulturen sind bis jetzt nur zu einem kleinen Teil und durch unzulängliche Aufnahmen bekannt geworden. Alle diese Kunstwerke liegen nun in diesem Bande in neuen und, wie ich hoffe, zeitgemäßen Aufnahmen vor.

Ankara am 30. Mai 1961                    EKREM AKURGAL



EINLEITUNG

 

Die Kunst Anatoliens und im besonderen die Periode vom homerischen Zeitalter bis zum Hellenismus ist wenig bearbeitet. Bis vor einem Jahrzehnt fehlte vor allem die Bodenforschung für die frühgriechischen Perioden. Die neuen Ausgrabungen von Smyrna, Milet, Phokaia und Daskyleion haben jedoch wichtiges und reichhaltiges Material zutage gefördert, das ein helles Licht auf die dunkle Zeit der Westküste Kleinasiens wirft.

Mit Hilfe des bereicherten frühgriechischen Materials sind wir nun imstande, uns über die wahre Rolle der ostgriechischen Kunst innerhalb der hellenischen Welt eine Vorstellung zu machen. Im homerischen Zeitalter waren die Äolier und Ioner, wie die materiellen Hinterlassenschaften deutlich vor Augen führen, auf dem Gebiete der Kunst gänzlich vom Mutterlande abhängig.




Da die Griechen in Kleinasien während des homerischen Zeitalters in der Hauptsache von der Landwirtschaft lebten und vor der Mitte des 7. Jahrhunderts keinen Anteil am Seehandel im Mittelmeer hatten, ist es verständlich, daß die bildenden Künste, die weitausgedehnte Absatzgebiete voraussetzen, sich dort nicht haben entwickeln können. Unter den griechischen Funden des 8. Jahrhunderts in Al Mina, dem nordsyrischen Hafen, sind keine Erzeugnisse aus Kleinasien nachzuweisen. Sie treten dort etwa ein Jahrhundert später, erst in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts auf.

 

 Akurgal,Ekrem,Die Kunst Anatoliens von Homer bis Alexander, ‎De Gruyter,Berlin 1961

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